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Ratgeber · Neubau

Smart Home im Neubau planen: die Checkliste für die Elektroplanung

Im Neubau ist der wichtigste Moment für dein Smart Home nicht der Einzug, sondern der Tag, an dem die Elektroplanung festgelegt wird. Was dann nicht in der Wand liegt, lässt sich später nur mit Aufwand ergänzen. Diese Checkliste hilft dir, mit deinem Elektriker oder Bauträger über die richtigen Punkte zu sprechen.

Video-Türklingel am Hauseingang einer Villa in Düsseldorf

Der richtige Zeitpunkt

Hol dir Unterstützung für das Smart Home, bevor die Elektroplanung fertig ist. Dann lässt sich jeder Raum so vorbereiten, wie ihr ihn später nutzen wollt: wo Licht gedimmt wird, welche Fenster Rollläden bekommen, wo Kameras hängen.

Bei einem Bauträger ist das oft der Termin, an dem die Elektrik bemustert wird. Sonderwünsche sind dann noch einfach, später werden sie teuer oder unmöglich.

Netzwerk und Leerrohre

Das Netzwerk ist das Rückgrat jedes Smart Homes. Hier zu sparen, ist der häufigste Fehler im Neubau.

  • Netzwerkkabel in jeden Wohnraum, auch ins Schlafzimmer und ins Büro.
  • Kabel an die Decke jeder Etage für WLAN-Zugangspunkte.
  • Netzwerkkabel zu allen geplanten Kamerapositionen und zur Türsprechanlage.
  • Ein zentraler Platz für Router und Netzwerktechnik, mit Strom und etwas Luft.
  • Leerrohre als Reserve, wo du dir noch nicht sicher bist.

Zählerschrank und Schalterdosen

Plane genug Platz im Verteiler ein, für Module, die zentral sitzen, und für einen Energiezähler, wenn du deinen Verbrauch im Blick behalten willst. Etwas Reserve kostet in der Bauphase wenig.

In den Schalterdosen hilft zweierlei: ein Neutralleiter an jedem Schalter und tiefe Dosen, damit hinter dem Schalter Platz für ein Modul bleibt. Damit bleiben dir später viele Möglichkeiten offen.

Rollläden, Beschattung und Fenster

Plane Rollläden und Raffstores von Anfang an elektrisch, mit Zuleitung zu jedem Kasten. Wenn du große Fenster mit Vorhängen planst, sieh auch an der Decke über dem Fenster einen Stromanschluss für einen Vorhangmotor vor.

Fensterkontakte sind im Neubau leicht einzuplanen. Sie sagen der Heizung, wann ein Fenster offen ist, und verhindern, dass ein Rollladen vor der offenen Terrassentür schließt.

Heizung, Wärmepumpe, Wallbox und Energie

Bei einer Fußbodenheizung gehört die Raumregelung auf die Liste, damit du später jeden Raum einzeln steuern kannst. Ob sich deine Wärmepumpe einbinden lässt, hängt vom Modell und seiner Schnittstelle ab. Frag danach, bevor das Gerät bestellt wird.

Leg eine Zuleitung für eine Wallbox, auch wenn das E-Auto noch nicht da ist. Eine Wallbox muss beim Netzbetreiber angemeldet werden, das übernimmt in der Regel dein Elektriker. Später lädt eine kompatible Wallbox dann in günstigen Stunden und teilt sich die Leistung mit dem Rest des Hauses.

Außenbereich, Eingang und Sicherheit

Draußen wird am häufigsten etwas vergessen. Diese Punkte gehören auf die Liste:

  • Außenlicht an Eingang, Terrasse und Garten, getrennt schaltbar.
  • Außensteckdosen und, wenn gewünscht, Anschlüsse für eine Bewässerung.
  • Eine Video-Türsprechanlage am Eingang, mit Netzwerkkabel.
  • Eine Haustür, die für ein smartes Schloss geeignet ist.
  • Rauchmelder: In NRW sind sie unter anderem in Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren Pflicht. Vernetzte Melder melden sich auch in der App.

Zusammenarbeit mit Elektriker und Bauträger

Wir planen das Smart Home mit deiner Familie und stimmen mit deinem Elektriker oder Bauträger ab, was wo in die Wand muss. Der Elektriker verlegt die Leitungen und schließt an, was an die 230-Volt-Installation gehört.

Nach dem Einzug, oder sobald die Räume fertig sind, installieren wir die Geräte, richten alles ein und kalibrieren es. So hast du für das Smart Home einen Ansprechpartner, der das Ganze verantwortet.

Häufige Fragen

Wann sollte ich das Smart Home im Neubau planen?

Bevor die Elektroplanung festgelegt wird. Dann liegen Netzwerk, Leerrohre und Zuleitungen gleich dort, wo sie später gebraucht werden.

Welches Smart-Home-System ist das richtige für den Neubau?

Klassische Kabelsysteme wie KNX werden im Neubau oft eingeplant und von spezialisierten Elektrikern programmiert. Wir setzen auf bewährte Marken, die wir in einer App zusammenführen. Eine gute Vorbereitung mit Netzwerk, Leerrohren und Neutralleiter in jeder Schalterdose hält dir mehrere Wege offen.

Brauche ich LAN in jedem Raum, wenn es WLAN gibt?

Es lohnt sich. Ein Kabel ist stabiler als jede Funkverbindung, und WLAN-Zugangspunkte an der Decke brauchen selbst ein Netzwerkkabel. Im Neubau kostet das wenig zusätzlichen Aufwand, später viel.

Was gehört in die Checkliste für die Elektroplanung?

Netzwerk in jeden Raum, Platz im Verteiler, Neutralleiter und tiefe Schalterdosen, Zuleitungen für Rollläden und Wallbox, Außenlicht, Türsprechanlage, Kamerapositionen und Rauchmelder.

Arbeitet ihr mit meinem Elektriker oder Bauträger zusammen?

Ja. Wir stimmen mit ihm ab, was vorbereitet werden muss. Er verlegt die Leitungen, wir installieren, richten ein und kalibrieren das Smart Home.

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